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Der Verein ist, als Reaktion auf eine Bürgerinitiative, im März 1994 gegründet worden. Der erste Vereinzweck war die Freilegung des Sauerbrunnens, der 1952 verwahrlost und in Verbindung mit dem Ausbau der Beerentalstraße nahezu 4 m hoch verfüllt worden war. Bei der Wiederaufdeckung zeigte sich über dem Brunnenauslauf eine Inschrift "Heil Quelle 1600". Die Restaurierung ist einschließlich einer Überdachung längst vollzogen, der Ortsteil Beerental damit aufgewertet. Die Arbeiten sind weitgehend durch Arbeitsdienste von Mitgliedern und Nachbarn durchgeführt worden. Die Material- und Begleitkosten sind mit den Mitgliedsbeiträgen (12 €/Jahr), dank Spenden der Stadtwerke Lambrecht, der Kreissparkasse Bad Dürkheim, des Landes Rheinland-Pfalz und mit materieller Hilfe des örtlichen Gewerbes beglichen; eine Rücklage für die Erhaltung des Kulturdenkmals ist gebildet. Der Verein zählt (im Jahr 2005) 72 Mitglieder.

Nachdem das erste Vereinsziel erreicht war, hat sich der Verein kleineren Schwerpunkten zugewandt. Dabei ging es zunächst um die Herrichtung und Bewusstmachung von Brunnen und Kleindenkmalen im Wald an der Peripherie der Stadt. Diese Aktivitäten haben aus der Bevölkerung guten Zuspruch gefunden.


Brunnenstock mit Inschriftenplatte
aus dem Jahr 1837

Dazu Beispiele in zeitlicher Folge:

• Erfolgreiche Suche eines Inschriftensteins und dessen Benennung mit "Wildsaukopf"

• Aufrichtung eines Niveausteins der bayrischen Artillerievermessung

• Wiederherrichtung des Wolkenbruch-Brunnens, des Metzmann-Brunnens, des Freie Turner-Brunnens, des Hermann-Schneid-Brunnens, des Ersten und des Zweiten Brünnels (jeder Brunnen für sich und in verschiedenen Jahren, teilweise mit Unterstützung des Tennis-Clubs, der Freiwilligen Feuerwehr und der örtlichen SPD)

• Freilegung und Dokumentation eines Grenzsteins aus dem Jahr 1528 sowie weitere Maßnahmen zur Bewusstmachung und Bewahrung alter Außen- und Binnengrenzen.

• Erfolgreiche Suche der bis 1805 geltenden Binnengrenze St. Lambrecht - Deidesheim - Grevenhausen Freilegung, Restaurierung und Dokumentation der Freundschaftsplatte am Breiten Loog aus dem Jahr 1809, einem der ältesten Grenzpunkte im Pfälzerwald mit "blutiger" Vergangenheit.

• Freilegung und Benennung von in Vergessenheit geratenen bearbeiteten Bodenfelsen, so z. B. der Drei-Stempel-Stein und die Nonnenboll, die Alte Unger und der in der St. Lambrechter Urgemarkung wichtige Grenzpunkt Steinerner Tisch.

• Erläuterungen zum französischen Sprachelement bei der Benennung von Lambrechter Flurnamen und zur neuen Form der Waldbewirtschaftung. Solche Maßnahmen wurden und werden üblicher Weise der Öffentlichkeit im Rahmen gut besuchter "Glühweinwanderungen" in der ersten Januarhälfte vorgestellt.

Als Maßnahmen im Innern der Stadt sind zu nennen:

• Ausstellung historischer Ansichtskarten vor dem Hintergrund, der Bevölkerung den baulichen Zustand des Zunfthauses (aus dem Jahr 1606) bewusst zu machen und die Bereitschaft zu dessen Restaurierung zu ebnen.

• Im Laufe der Restaurierung Diavorträge und Tage der offenen Baustelle im Keller- und Erdgeschoss des Sanierungsobjekts.

• Mitwirken in dessen Planungsstab mit Spezialauftrag Öffentlichkeitsarbeit.

• Hinzu kamen Exkursionen nach Oppenheim, Reinheim, Bliesbruck und Hornbach.

• Beschilderung von historisch und sonst interessanten Objekten im Stadtkern.

• Ausstellung historischer Ansichtskarten und alten Fotografien .....